Mit Söder wird Bayern öder!

Einige Mitglieder des ÖDP-Kreisverbandes Haßberge demonstrierten am 01. Februar in Zeil am Main zusammen mit ca. 120 Nationalpark-Befürwortern für eine faire Chance für den Steigerwald.
Das Motto lautete "Heimat stärken mit einem Nationalpark Steigerwald".
Den Teilnehmern war und ist es wichtig, dass der Steigerwald im Auswahlprozess für einen dritten Nationalpark in Bayern mit einbezogen wird.
Doch auch die Gegner machten mobil und es waren ca. 80 Leute vor Ort.
Anlass für die Kundgebung war der Besuch des designierten Ministerpräsidenten Markus Söder beim Landfrauentag in Zeil.

Ich nehme es vorweg, ich bin sehr enttäuscht.
Enttäuscht vom Ablauf der Kundgebung, denn es wurde wieder einmal deutlich, wie verhärtet die beiden Seiten sich gegenüber stehen. Die Art und Weise wie führende Personen auf beiden Seiten reden und sich benehmen, finde ich nicht gut.
Erklären kann ich es mir nur damit, dass bei den Gegnern eines Nationalparks von Anfang an Ängste geschürt wurden und die Befürworter mittlerweile frustriert sind. Sachliche Argumente fanden kein Gehör und von oberster Stelle wurden nur die Gegner eingeladen.

Und bei "oberster Stelle" sind wir auch schon bei "unserem" zukünftigen bayerischen Ministerpräsidenten, Dr. Markus Söder.
Wenn ich an so manche Aussagen und Taten von ihm denke, dann befürchte ich, dass Bayern unter ihm noch mehr sein Gesicht verlieren und die Schöpfung weiter geschunden wird.
Ich denke hier z. B. an die Aufweichung des Alpenplans (Stichwort: Riedberger Horn) zugunsten weiterer Skigebiete und Liftbaupläne. Dies stellt einen "Dammbruch" in Sachen Alpenschutz dar.
Ein weiteres Beispiel ist die Aushöhlung der Gesetze zum Schutz vor Zersiedelung. Aus dem Ministerium von Herrn Söder kommen die Vorschläge zur Lockerung des Anbindegebotes, wodurch dem Bau von Gewerbegebieten auf der grünen Wiese Tür und Tor geöffnet wird.
Und eben die Diskussion um einen dritten Nationalpark. Wenn es nach Herrn Söder geht, dann wird es nicht nur im Steigerwald keinen geben, sondern in ganz Bayern. Wie sagte er neulich zur Nationalpark-Diskussion: "Bei einem Ja müssten alle dafür sein...". Lieber Herr Söder, müssten dann nicht umgekehrt bei einem Nein alle dagegen sein? Weiter meinte er, wir (die Nationalparkbefürworter) müssten die Entscheidung der Mehrheit akzeptieren. Von welcher Mehrheit spricht er da? Die Menschen vor Ort konnten weder demokratisch über einen Nationalpark abstimmen, noch wurden sie vom Ministerium befragt. Ich befürchte, mit Herrn Söder als Ministerpräsidenten wird sich in Sachen Umwelt und Naturschutz nichts zum Guten wenden. Ganz im Gegenteil: Mit Söder wird Bayern öder! Es sei denn, die ÖDP zieht im Herbst in den Landtag ein ...

Thomas Ort


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