24.01.2018

Nominierung der Landtags- und Bezirkstagskandidaten

Maroldsweisach – Haßberge Die Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP) im Stimmkreis 604 hat ihre Kandidaten für die Land- und Bezirkstagswahl im Oktober nominiert. Drei von ihnen kommen aus dem Landkreis Haßberge, einer aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld. Alle vier wurden bei der Nominierungsversammlung jeweils einstimmig gewählt.

Für den Landtag tritt als Direktkandidat Klemens Albert aus Kraisdorf an. Der pensionierte ehemalige Sonderschulrektor gehört seit über 20 Jahren dem Kreistag des Landkreises Haßberge an. Für ihn sei wichtig, dass Politik sich um das Wohl aller Menschen kümmert und nicht nur um das einzelner Interessensverbände. In der aktuellen Politik aber fördere der ausufernde Lobbyismus gerade die Besitzenden und hänge viele Menschen ab.

Als Listenkandidat für die Landtagswahl wurde der Bio-Bauer Dietmar May aus Junkershausen nominiert. Dieser betreibt einen Naturland-Hof, auf dem er auch vielen Schulklassen Zusammenhänge von Ernährung und Bewahrung der Schöpfung vermittelt.

Direktkandidat für die Bezirkstagswahl wird Reinhard Hümmer aus Burgpreppach sein. Er arbeitet als Einkäufer in einem Großbetrieb. Er bekennt sich vor allem zu den christlichen Werten der ÖDP, allem voran der Ehrlichkeit in den politischen Aussagen.

Schließlich wird Rainer Baumgärtner aus Zeil, ebenfalls Mitglied des Kreistages Haßberge, auf der Liste für die Bezirkstagswahl antreten. Der Pädagoge engagiert sich politisch vor allem für die Themen Energie, Jugend und Soziales. „Die großen Parteien kapieren nicht, was mit unserem Planeten geschieht“ beklagt Baumgärtner die Tatsache, dass seiner Meinung nach im Blick auf den Klimaschutz „Werte der ÖDP zum Teil mit Füßen getreten werden“.



Resolution für Menschen mit Behinderung

Einheitliche Zustimmung fand der Vorschlag des Vorstandes, dass der ÖDP-Kreisverband Haßberge eine Resolution verfassen wird, nach der die im Wahlrecht festgeschriebene Diskriminierung behinderter Menschen neu geregelt werden soll. Vorstandsmitglied Dieter Sauer stellte dar, dass derzeit in Bayern etwa 19.000 Menschen von der aktiven Teilnahme an Wahlen ausgeschlossen sind. Viele davon wären aber durchaus in der Lage, ihren politischen Willen auszudrücken. Im Vergleich zu anderen Bundesländern hat hier Bayern eine besonders rigorose Regelung, so Sauer. Die Wahrscheinlichkeit, als Mensch mit Behinderung von Wahlen ausgeschlossen zu werden, sei hier etwa dreimal so hoch wie in Baden-Württemberg und zwölfmal höher als in Bremen und Hamburg. Auch die Landtagsvizepräsidentin Barbara Stamm und Sozialverbände sprechen sich gegen diese pauschale Diskriminierung und für eine Neuregelung des Wahlrechts aus, betonte Dieter Sauer.