ÖDP besichtigt Power-to-Gas Anlage in Haßfurt

Die Besichtigung der Power-to-Gas Anlage in Haßfurt war das Ziel einer Exkursion des ÖDP-Kreisverbandes Haßberge, darunter auch Mitglieder des Bezirksverbandes Unterfranken und des Kreisverbands Aschaffenburg.
Zunächst gab der Geschäftsführer des Stadtwerk Haßfurt, Norbert Zösch, den Teilnehmern einen Gesamtüberblick, wie in Haßfurt die Energiewende regional vorangebracht wird. "Greta Thunberg würde angesichts der drohenden Klimakatastrophe wieder Hoffnung bekommen, wenn sie sehen würde, was hier in Haßfurt alles umgesetzt wird", meinte hierzu Thomas Ort, stellvertretender Kreisvorsitzender der ÖDP Haßberge.
Power-to-Gas – geläufige Abkürzungen sind PtG oder P2G – ist ein technisches Verfahren, bei dem überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien per Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt wird. In manchen Anlagen erfolgt im Anschluss daran noch eine Weiterverarbeitung zu Methan durch die sogenannte Methanisierung. Dieses synthetische Erdgas kann für die Betankung von Erdgas-Fahrzeugen, als Wärmelieferant für Häuser und als Energiespeicher für Zeiten genutzt werden, in denen keine Energie aus Sonne und Wind zur Verfügung steht.

Die Windgas Haßfurt GmbH & Co. KG, die gemeinsam von den Städtischen Betrieben Haßfurt und Greenpeace Energy eG betrieben wird, trägt mit 1,25 Megawatt elektrischer Nennleistung zur Stabilisierung des lokalen Stromnetzes in Haßfurt bei. Hierbei wird nicht integrierbarer Strom aus Wind- und Solaranlagen dem Stromnetz entnommen. Dieser Strom dient zur Produktion von Wasserstoff, der dann direkt in das örtliche Gasnetz eingespeist wird.

Die Gesamtleistung der Erneuerbare-Energien-Anlagen im Raum Haßfurt, die an das Verteilernetz angebunden sind, beträgt ca. 50 Megawatt. Die Produktion der Anlagen ist witterungsbedingt bedeutenden Schwankungen unterworfen. Die PtG-Anlage federt diese Lastschwankungen ab.

Abschließend stellte Thomas Ort fest: "Die Verantwortlichen der Stadt suchen nach einem Markenkern für Haßfurt. Mit der 'Erneuerbaren-Energien-Stadt Haßfurt' und dem herausragendem Engagement von Herrn Norbert Zösch samt seinem Stadtwerk-Team, ist dieser Markenkern nach Ansicht der ÖDP längst gefunden."

 

Thomas Ort stellv. Kreisvorsitzender


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