ÖDP bei Biobauer Schmitt

Limbach – „Die Menschen haben die Bodenhaftung verloren, die Verbindung zur Mutter Erde, die uns trägt und nährt.“ Mit diesen Worten leitete der Kreisvorsitzende der ÖDP Stefan Zettelmeier eine Führung auf dem Bio-Hof von Manfred Schmitt in Limbach ein; denn es gelte jetzt, diese Verbindung wieder herzustellen.

Manfred Schmitt, seit über 40 Jahren mit biologischem Landbau vertraut, und wie er sagte durch Probieren und Erfahrungen zum heutigen Kenntnisstand gekommen, gewährte den zahlreichen Besuchern einen fundierten Einblick in die Wirtschafts- und Produktionsmethoden seines Hofes, den er zusammen mit seiner Frau Luitgard bewirtschaftet. Vor 20 Jahren ist er aus der Ortsmitte ausgesiedelt in einen Hofneubau gegenüber der Wallfahrtskirche Limbach.

Offenherzig berichtete Schmitt von den Anfängen, als er seinen Hof fast heimlich, doch unter ständiger argwöhnischer Beobachtung auf biologischen Landbau umstellte und dem Bioland-Verband beitrat. Zunächst legte das Landwirtehepaar großen Wert auf Selbstvermarktung besonders von Getreide und veredelten Milchprodukten. Doch 2004 gab man diese auf infolge von, wie er es ausdrückte, unglaublicher Behördenbürokratie und Gängelei.

Was den Biobauern ausmache sei die Erforschung und Erkenntnis der Zusammenhänge in der Natur, beispielsweise welchen Einfluss auf die Unkräuter ein gezielter Fruchtwechsel habe. Er benannte auch Probleme des konventionellen Landbaus wie etwa die Bodenverdichtung durch überdimensionierte Maschinen. „Die industrielle Landwirtschaft hat keine Zukunft“ ist sich Schmitt sicher.

Wichtig seien ihm gerade im Blick auf seine Milchviehhaltung die Beachtung von natürlichen Kreisläufen. Für seine 30 Milchkühe und die entsprechende Nachzucht verwendet Manfred Schmitt seinen Angaben zufolge nur auf dem eigenen Betrieb produziertes Futter. Zum großen Teil sind die Tiere auf der Weide. Auch den Stall baute er vor 20 Jahren aus heimischem Material wie Holz und Ziegeln.


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