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ÖDP fordert Kreislaufwirtschaft

EU-Abgeordnete Ripa für Recht auf Reparatur

Defektes Handy mit Pflaster und Verbandsmaterial

Symbolfoto: Pixabay/Bru-No

Manuela Ripa (ÖDP) begrüßt den Entschließungsantrag Recht auf Reparatur: „Die Zeiten der Wegwerfgesellschaft sind vorbei!“ Zusammen mit einer großen Mehrheit im Plenum hat die EU-Abgeordnete jetzt im Europäischen Parlament den Entschließungsantrag für ein Recht auf Reparatur angenommen. Die geforderten Maßnahmen zielen darauf ab, die Verbraucher zu ermutigen, Produkte länger zu nutzen, indem sie defekte Waren selbst reparieren und das Angebot zum Kauf von gebrauchten und generalüberholten Produkten ausgeweitet wird. Diese Maßnahmen könnten von einer Verpflichtung zur Bereitstellung eines Ersatzartikels während der Reparaturzeit für bestimmte Produkte bis hin zu erweiterten Garantien und Anreizen für diejenigen Verbraucher reichen, die sich für die Reparatur eines Artikels entscheiden.

Ripa ist überzeugt: „Die EU muss führend in der Kreislaufwirtschaft werden. Das Recht auf Reparatur und insbesondere die Entwicklung langlebiger Produkte sind zentrale Bestandteile davon. In Zeiten von Ressourcenknappheit müssen Ressourcen so gut und effizient wie möglich genutzt werden. Wir müssen endlich weg von der ressourcenintensiven Wegwerfgesellschaft hin zu einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaftsgesellschaft!“

Der Entschließungsantrag drängt zudem auf eine nachhaltigere öffentliche Beschaffung sowie auf Vorgaben für verantwortungsvolles Marketing und Werbung. Auch sind neue Regeln für die Abfallwirtschaft im Allgemeinen sowie die Beseitigung rechtlicher Hindernisse, die die Reparatur, den Weiterverkauf und die Wiederverwendung von Produkten verhindern könnten, Kernpunkte der Resolution.

Das Reparieren und die längere Nutzung von Produkten nutzen nicht nur den Verbraucherinnen und Verbrauchern, sondern helfen auch dem Klima. Damit muss schon beim Produktdesign begonnen werden. Hersteller sollen dazu Geräte so konstruieren, dass einzelne Teile problemlos und ohne weitere Schäden am Produkt ausgetauscht werden können. Außerdem müssen Ersatzteile zu einem angemessenen Preis und für einen langen Zeitraum zur Verfügung stehen.

„Rund 80 Prozent der EU-Bürger*innen wollen ihr Produkt reparieren lassen und sie müssen endlich die Möglichkeit dazu bekommen, dies problemlos zu tun“, fährt Ripa fort und merkt abschließend an, „Verbraucher*innen sollen auch mehr Macht beim Einkauf haben durch Informationen zur Haltbarkeit und Reparaturmöglichkeit.“

Die Politikerin ist überzeugt, dass die Resolution aus diesen genannten Gründen so wichtig ist. „Durch die Abstimmung haben wir der Kommission nun gezeigt, dass wir ein ambitioniertes Gesetz brauchen und auch wollen“, so das Fazit der Europaabgeordneten Manuela Ripa (ÖDP).

Defektes Handy mit Pflaster und Verbandsmaterial

Symbolfoto: Pixabay/Bru-No

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