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Wie Shoppingweltmeister in Haßfurt weltbewusst einkaufen können

Modisch und schick steht sie da, Catharina Fastenmeier. Moderne Mütze, bunter Webschal, Daunenjacke, Jeans, rote Chucks. Ökologischer, sozialverträglicher und nachhaltiger Kleiderkauf ist längst aus der Nische der alternativen Einzelkämpfer im Schmuddellook herausgewachsen. Von Kopf bis Fuß mit fair gehandelten Kleidungsstücken und Schuhen ausgestattet, versorgte Fastenmeier die zahlreichen Teilnehmer beim ersten Weltbewusst-Stadtrundgang durch Haßfurts Innenstadt mit konkreten Infos, umsetzbaren Tipps und herausfordernden Challenges zum Thema Textilkauf. So wusste sie zum Beispiel, dass jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr 60 Oberbekleidungsstücke kauft. Manche Bekleidungsfirmen bieten sogar bis zu 24 Neukollektionen im Jahr an, um ihre Kundinnen zu einem schnellen Schnäppchenkauf zu bewegen. Nach etlichen Infos zu weltbewussten Modelabels, zu Kleiderkreiseln und persönlichen Kleidungsstrategien, konnten die Stadtspaziergänger sich eine Challenge, also eine persönliche Herausforderung für die kommende Zeit, aussuchen. Sich mal in einem Monat nur drei Kleidungsstücke kaufen oder dreißig Lieblingsteile aus dem eigenen Kleiderschrank holen und damit 50 Tage lang auskommen, wobei Waschen und Pflege natürlich erlaubt sind. Oder die nächsten drei Kleidungsstücke im fairen Handel kaufen. Das Ziel dieser Herausforderungen sei, zu merken: Ich kleide mich bewusst! Ich habe bereits genug im Kleiderschrank!

Fastenmeier war eine der vier ReferentInnen, die für die  Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) Haßberge am vergangenen Dienstag einen weltbewussten Einkaufsspaziergang durch Haßfurt gestalteten.
Thomas Ort erläuterte, wie man mit bewusst gesteuertem Geld und fairen Geldanlagen die Welt ethisch verantwortet verändern kann. „Unser Geld liegt nicht im Tresor der Bank, sondern die Bank kann damit wirtschaften – im Guten wie im Schlechten. Es lohnt sich also, genau hinzuschauen und sein Erspartes einem Institut anzuvertrauen, das z.B. in nachhaltige Projekte investiert und nicht in Waffenhandel oder Kernenergie“, so Ort. Dies gelte auch für Versicherungen.
Stefan Zettelmeier widmete sich dem Thema Ernährung. Kurzweilig, aber doch eindrücklich verglich er den klimatischen Fußabdruck verschiedener Lebensmittel und deren Herstellungswege. Auch hier gab es persönliche Challenges für die nächste Zeit zur Auswahl.
Maria Zettelmeier rundete den Abend ab, indem sie zu einer Tasse Tee vor dem Weltladen in der Lucengasse  einlud und für den fairen Handel warb. Haßfurts Welt-Laden ist einer der 800 Weltläden in Deutschland. Dort arbeiten 35 Ehrenamtliche in Einkauf, Dekoration und Verkauf. „In Welt-Läden ist alles gut!“ sagte Maria Zettelmeier. Sich bei einem alltäglichen Einkauf bewusst und fair zu verhalten kostet immens viel Zeit. Zeit um die  Läden und die Ware zu finden,  Zeit das Kleingedruckte zu studieren, Zeit sich vorher schlau zu machen, z.B. welcher Anbau welche Hintergründe hat. Im Weltladen dagegen könne man einfach guten Gewissens einkaufen. Alle Waren sind nach hohen ethischen Standards ausgewählt.  Nachhaltige Anbaubedingungen, fairer Handel, transparente Lieferketten, sowie korrekte Entlohnung der Hersteller und Ausschluss von Kinderarbeit sind garantiert. „Wir können alles hier genießen, denn es ist einfach gut“, so Maria Zettelmeier.

Mit dem Zitat von  Rüdiger Nehberg „Keiner ist zu gering die Welt zu verändern“ beendete der ÖDP-Vorsitzende Stefan Zettelmeier den ersten Weltbewusst-Spaziergang durch Haßfurt. Aktionen wie diese stellen sich dem allgemeinen „man-kann-ja-doch-nichts-machen-Frust“ entgegen. Zu jedem Thema wurde eine konkrete Empfehlungsliste ausgeteilt, wie alltägliche Weltverantwortung gelingen kann. Einen guten Wegweiser für nachhaltiges Leben bietet auch die Internetseite von Utopia (www.utopia.de). Weitere Stadtspaziergänge werden folgen.

Catharina Fastenmeier (re) führt die Stadtspaziergänger zu den Modeläden in Haßfurt

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Maria Zettelmeier stellt den Weltladen vor


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