Aktion / Bericht
50 Jahre BUND Naturschutz Haßberge
Grußwort von ÖDP-Kreisrat Rainer Baumgärtner
ÖDP-Kreisrat Rainer Baumgärtner bei seinem Grußwort im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung 50 Jahre BN Haßberge. Foto: Harald Pascher
Am Wochenende feierte der BUND Naturschutz, Kreisgruppe Haßberge, sein 50jähriges Bestehen. Zu der Jubiläumsveranstaltung in Ebern war auch unser ÖDP-Kreisrat Rainer Baumgärtner eingeladen und durfte ein Grußwort sprechen.
Hier seine Rede:
Lieber Klaus Mandery, lieber Hubert Waiger,
liebe BN-Mitglieder,
liebe Gäste aus nah und fern,
im Namen der ÖDP-Fraktion im Kreistag danke ich recht herzlich für die Einladung und die Möglichkeit heute ein Grußwort zu sprechen.
Ja, 50 Jahre Naturschutz im Landkreis Haßberge das ist schon eine Zeit.
Ich weiß gar nicht wie lange ich bereits Mitglied beim Bund Naturschutz bin, aber bestimmt schon länger als in der ÖDP!
Es gab sehr viel in den zurückliegenden Jahrzehnten, wo wir gemeinsame Schnittmengen hatten und uns unterstützten.
Besonders hervorheben möchte ich den gemeinsamen Einsatz
- gegen Landschaftsversiegelungen,
- für den Ausbau der Erneuerbaren Energien
- für den Nationalpark Steigerwald und
- für das Volksbegehren „Rettet die Bienen“
Manches Engagement hat sogar dazu geführt, dass Ministerpräsidenten plötzlich Bäume umarmten und sich als künftige und konsequente Naturschützer outeten.
Bei vielen von uns wuchs die Hoffnung, dass selbst auf Europaebene der Schutz unserer Mitwelt ins Bewusstsein der meisten Abgeordneten eingedrungen war.
Man konnte meinen, dass eine Zeitenwende des besseren Naturschutzes eingetreten ist und sich Gesetze für eine nachhaltigere Welt daraus entwickelten.
Aber es gab und gibt auch eine andere Zeitenwende, eine Angst machende Zeitenwende:
- die Profit und Wachstum wie eine goldene Kuh in den Mittelpunkt stellen
- die weltweit ein Turbowachstum einfordert
und
- die das ohne Rücksicht auf Mensch und Natur notfalls auch durch Kriege umzusetzen versucht.
Durch unsere Bemühungen über viele Parteigrenzen hinweg waren wir schon mal weiter und manchmal denkt man eher: „zurück in die Zukunft und erlebt aber massive Rückschritte in die Vergangenheit, was die Energiepolitik, den Klimaschutz, aber auch die sozialen Eckpfeiler unserer Gesellschaft betreffen.
Und wir müssen aufpassen, dass nicht eine künstliche Intelligenz X. (Punkt) null letztendlich den Menschen in noch freien Gesellschaften künftig diktiert, was er zu tun und zu lassen hat.
Doch Vorsicht!
Die Informationen der KI werden leider auch gefüllt von Menschen, die ganz viel Geld besitzen und gerne noch mehr haben möchten, um letztendlich die Welt und deren Individuen zu beherrschen.
Der frei denkende und handelnde Mensch kümmert sich aber auch um die Schwächeren in der Gesellschaft und sei es nur „die kleine Biene“ in unserer vielfältigen Insektenwelt, ohne die eine Vielfalt in der Natur und Landwirtschaft gar nicht möglich wäre!
Liebe Naturschützer und Naturschützerinnen, es braucht Euch weiterhin, auch die nächsten 50 Jahre!
Bin mal gespannt, was sich durch euer und unser zutun dann bis zum 100 Jährigen entwickelt hat, auch wenn ich es dann mit Sicherheit nur noch von oben betrachten kann – aber der Ausblick soll ja auch recht schön sein.
Danke für Eure Arbeit und für`s zuhören – macht weiter so!
Eure ÖDP Haßberge
