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„Karfreitags-Erlebnis“

Solche Zeiten haben wir wirklich noch nicht erlebt und Freunden sage ich dann u.a. auch immer – wisst Ihr was, uns geht es doch eigentlich gut und das Wichtigste ist, dass es keinen Krieg gibt, wie ihn unsere Eltern und Großeltern erlebt haben; denn wenn wir in Europa und der Welt zusammenhalten, werden sich Wege ergeben, wie wir danach auch wieder gut und mit neuen Ideen vielleicht besser zusammenleben können.

Und wir sollten eins bedenken:

Bei dem Corona-Virus werden wir vielleicht bald gute Medikamente oder in einigen Monaten einen Impfstoff gefunden haben. Aber wir sollten nicht vergessen, dass es gegen den Klimawandel und die weltweiten Umweltzerstörungen, die uns ja zu genüge bekannt sind und wir noch Gegenmittel hätten, keinen Impfstoff geben wird. Wenn wir jetzt nicht die Zeit nutzen, uns zu besinnen, um zu den Schluss zu kommen, die Schöpfung zu bewahren – wann denn!?

Wir leben noch in einem kleinen Paradies und dieses sollten wir nach Kräften erhalten.

Wenn wir Kippeffekte erleben müssten, so wie es die Wissenschaftler prophezeien, dann haben Generationen nach uns nicht die Chance in einer kurzen, aber einschränkenden Lebensphase durch die Krise zu kommen.

Stellt Euch mal vor: Generationen nach uns müssten mit Raumanzügen und Sauerstoffflaschen durch die „Natur" schweben, nur weil wir nicht rechtzeitig dafür gesorgt haben die Naturkreisläufe zu stabilisieren und zu erhalten. Sicherlich gewöhnt sich die Menschheit auch daran, aber viel viel schöner ist es doch, sich in Freiheit und ohne Masken begegnen zu dürfen, so wie wir es bisher kannten.

Würde es uns heute gelingen für morgen und übermorgen zu denken und zu handeln, dann könnten wir die Kapitalströme von gestern so intelligent gestalten, dass wir sie so, wie wir sie in der teils zerstörerischen Form derzeit erleben, morgen nicht mehr brauchen. Weil wir gelernt haben, wie das Kapital eine dienende Funktion bekommt, und seine negativen Folgen von Zins und Zinseszins, entfallen.

Wenn wir geschenkte Energie aus Sonne, Wind und Wasser nutzen, setzen wir heute Geld ein, welches wir morgen nicht mehr brauchen und da werden Ressourcen frei für unsere ureigene Daseinsvorsorge wie Nahrung, Kleidung, Wohnung, Gesundheitsvorsorge etc. ..., die wir immer brauchen solange es Menschen auf dieser Erde gibt.

Ja, dass, was wir gerade erleben ist wie ein Karfreitags-Erlebnis, aber hoffentlich bewirkt es, dass viele Menschen in Politik und Wirtschaft zur Besinnung kommen und nach Ostern nicht einfach wieder das Räderwerk des zerstörerischen Kapitalismus anwerfen, sondern zur Besinnung in jener Form gelangen, dass es so nicht weitergehen kann, aber anders weitergehen könnte. So dass Mensch und Umwelt im Mittelpunkt des Handelns stehen, so wie wir es gerade, vor allem in Deutschland zum größten Teil zumindest parteiübergreifend erleben.

Rainer Baumgärtner