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Jahreshauptversammlung ÖDP-Kreisverband Haßberge

Zeil Im Hotel Kolb hielt der ÖDP-Kreisverband Haßberge seine diesjährige Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen ab. Nahezu unverändert gestaltet sich die Zusammensetzung der Vorstandschaft unter Leitung von erstem Vorsitzenden Stefan Zettelmeier für die nächsten drei Jahre. In einem Rückblick ließ er die zahlreichen Aktivitäten der Partei, untermalt von Fotoaufnahmen, noch einmal lebendig werden.


So besuchten ÖDP-Mitglieder den Lehrbienenstand in Kirchlauter unter Führung von Peter Kirchner. Es wurde ein Antrag für einen Wettbewerb auf Kreisebene „Bienenfreundlichste Gemeinde“ gestellt und damit ein runder Tisch zu der Thematik angeregt. Im März gestaltete die ÖDP einen Tag mit MdEP Professor Klaus Buchner und führte ihn in das Krankenhaus und in die Stadtwerke Haßfurt. Infostände mit Unterschriftensammlung zur „Brennelementesteuer“ und zum CETA-Volksbegehren wurden abgehalten, wegen der Waffenexporte wurde ein Brief an MdB Dorothee Bär verfasst. Man machte sich auf den Schöpfungsweg in Bamberg, gab eine klare Stellungnahme pro Nutzung der Windenergie in den Haßbergen ab, nahm an Demos und an einer Podiumsdiskussion zum Thema rechte Gewalt teil, lud Reinhard Erös zu einem Vortrag über dessen Großprojekt Kinderhilfe Afghanistan ein. Schließlich stand noch ein Besuch im jüdischen Friedhof und Museum in Kleinsteinach auf der Veranstaltungsliste.


Zur Jahreshauptversammlung eingeladen war Christian Kann, Schreinermeister aus Zeil und engagiert in der Initiative „Faire Chance für den Steigerwald“, der die ÖDP der Landkreises Haßberge auch zugetan ist. Er berichtet, dass vom Bürgermeister von Ebrach Max-Dieter Schneider die Initiative ins Leben gerufen wurde mit dem Ziel, dass der Steigerwald wieder in die Entscheidung über die Auswahl für einen dritten Nationalpark in Bayern einbezogen werden sollte. Vertreten in der Initiative, die sich als eine lose Vereinigung versteht, sind seinen Worten nach besonders Unternehmer und Betriebe der Holzverarbeitung, Tourismusbetriebe, Kommunalpolitiker aber auch interessierte Privatpersonen.


Kann berichtet von seinem Besuch am Vortag in München. Es habe dort eine Expertenrunde stattgefunden. Wichtiges Argument für die Entscheidungsfindung sei, dass nur mit, nicht gegen die Bevölkerung für einen Nationalpark entschieden werden könne. Im Moment im Focus seien, so Kann, in Bayern Nationalparks in der Rhön, in den Donauauen, im Spessart und irgendwo in den Alpen. Nachdem der Freistaat einen dritten Nationalpark ausweisen müsse, an allen anderen Standorten aber die Bedingungen schlecht seien, könnte, da ist Christian Kann zuversichtlich, am Ende doch der Steigerwald noch Nationalpark werden.


Der Widerstand gegen einen Nationalpark Steigerwald schmelze derzeit, doch die Zustimmung wachse inzwischen stellte Kann fest. Bei der Expertenrunde in München seien drei Chefs von Nationalparks dabei gewesen, die von Berchtesgaden, Bayerischer Wald und Hainich (Thüringen). Sie berichten übereinstimmend, dass der Widerstand schmilzt, ist der Nationalpark erst einmal gegründet.


Für Kann gibt es kein Argument gegen einen Nationalpark, denn es fließe Geld in die Region, es habe positive Auswirkungen auf Handwerk, Gewerbe, Handel usw. Das führe zu mehr Wohlstand. Unumstritten sei, dass ein Nationalpark enorm zur Verbesserung der Infrastruktur beitrage. Es stelle sich für ihn die Frage, die bisher weiterhin nicht beantwortet ist: Was sind die wirklichen Ziele der Gegner eines Nationalparks Steigerwald?

Im weiteren Verlauf berichtete Schatzmeister Dieter Sauer über ein wirtschaftlich positives Jahr, Konrad Kreuzer und Renate Schneider bescheinigten ihm eine vorbildliche Kassenführung. Der Vorstandschaft wurde die Entlastung erteilt.


Neuwahlen


Die Neuwahlen zum Vorstand ergaben folgendes Ergebnis: Erster Vorsitzender bleibt Stefan Zettelmeier, seine beiden Stellvertreter Thomas Ort und Klemens Albert, Schatzmeister Dieter Sauer. Neue Schriftführerin wurde Esther Wagenhäuser, die fünf Beisitzer Martin Bathon, Rainer Baumgärtner, Reinhard Hümmer, Reinhold Ort und Bernhard Zettelmeier. Rechnungsprüfer bleiben weiterhin Konrad Kreuzer und Renate Schneider. Als Delegierte für den Landesparteitag wurden gewählt Stefan Zettelmeier, Dieter Sauer, Reinhard Hümmer, Martin Bathon, Esther Wagenhäuser, zu Ersatzdelegierten Klemens Albert, Bernhard Zettelmeier, Rainer Baumgärtner, Reinhold Ort und Thomas Ort.


Ehrungen

Klemens Albert wurde für 20 Jahre Mitgliedschaft und Engagement in der ÖDP geehrt. Stefan Zettelmeier überreicht an ihn Urkunde und Ansteck-Löwe. Der erste Vorsitzende betont, dass Klemens nun schon fast 21 Jahre lang sich für die Belange der ÖDP im Kreistag engagiert, davon die ersten 12 Jahre als Einzelkämpfer. Zudem ist er im Vorstand aktiv, schreibt immer wieder Protokolle und Presseartikel. Für 10 Jahre Mitgliedschaft erhielt Andrea Ort eine Urkunde.

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